«Hüt bi öis», 4. September 2026
Thema Schürfflächen und Feldbäume in Gelterkinden bei Marc Wüthrich und Manuel Fiechter
Der Treffpunkt an diesem sonnigen Vormittag war bei der feuchten Schürffläche von Marc Wüthrich vom Betrieb Obere Röthen. Diese feuchte Wiese liegt neben einem kommunalen Schutzgebiet und dem Rickenbächli. Marc berichtete, dass die Bewirtschaftung dieser Fläche seit jeher schwierig war und sich aus landwirtschaftlicher Sicht kaum lohnte. Gemeinsam mit dem Obstgarten Farnsberg entschied man sich vor drei Jahren, hier eine feuchte Schürffläche anzulegen. Diese bietet zum einen ideale Voraussetzungen für die Etablierung seltener botanischer Arten. Zum anderen ist es auch ein Testfeld, da es in der Region kaum mehr solche Feuchtflächen gibt, wie Lukas Merkelbach in seinem Fachinput ausführte. Die Zusammenarbeit betreffend Bewirtschaftung verläuft unkompliziert und es ist gemäss Marc eine ideale Nutzung dieser Fläche – sowohl aus ökologischer als auch agronomischer Sicht.
Das Znüni konnten wir in der Feldscheune ganz in der Nähe von der Schürffläche geniessen. Diese beheimatet zurzeit die Ausstellung «Höi Heu» von der lokalen Künstlerin Ursula Pfister. Dabei wird das kulturhistorische Thema Heuen auf kreative Art und Weise beleuchtet. Unter anderem sind auch Heuproben von Farnsberg-Betrieben in der Ausstellung zu sehen. Die anwesende Künstlerin gab uns einen kurzen, inspirierenden Einblick in die Ausstellung.
Für den zweiten Teil fuhren wir auf den Sonnenhof, den Pachtbetrieb von Manuel Fiechter. Nach einer kurzen Betriebsvorstellung schauten wir uns die durch seinen Vorgänger angelegte Feldbaum-Allee an. Bei den Feldbäumen ist die Auswahl der Baumarten ein zentraler Aspekt, wie Carla Mosimann uns in ihrem Fachinput aufzeigte. Zum einen geht es darum, die gewünschten Funktionen für die Landwirtschaft zu berücksichtigen. Dabei steht häufig das Schatten spenden für das Vieh im Vordergrund, weshalb eine schnell wachsende Baumart Vorteile hat. Zum anderen gibt es grosse Unterschiede beim ökologischen Wert je nach Baumart und -herkunft. BirdLife erarbeitet aktuell ein Merkblatt zum Thema zukunftsfähige, ökologisch wertvolle Baumarten als Hilfestellung für Baumpflanzungen am Farnsberg. Dabei werden auch die Ansprüche aus Sicht Landwirtschaft einbezogen.